Wir hatten einen rundum gelungenen „Sommertag in der Stadt“. Danke allen, die mitgetan haben, danke besonders an den tuzz e.V. für das fantastische Ambiente. Und danke allen, die bei uns vorbei geschaut haben. Uns faszinierte die Offenheit und Begeisterung, mit der viele Menschen unsere Aktionen und unsere Arbeit in der AG Dialog aufnahmen. Die Karten an unserem Versöhnungszaun fanden regen Zuspruch. Nicht selten kamen wir dabei ins Gespräch. Unsere Schweinehund-Galerie wuchs über den Tag mit Bildern von kleinen und großen Künstlerinnen. Unzählige Schmetterlinge wurden gefaltet, wobei wir ebenfalls oft ins Reden kamen. Gegen Abend verlas Eva Wünsche für Zittau, die unsere Besucherinnen aufgeschrieben hatten in einer kleinen musikalischen Präsentation, die Thomas auf der Hangtrommel begleitete.
Autor: Redaktion
10.07.2021: AG Dialog beim Sommer in der Stadt
Die AG Dialog Zittau ist am Samstag, 10.07.2021, ab 14.00 Uhr bei „Sommer in der Stadt“ in den Fleischbänken mit dabei. Mit Schweinehund, Versöhnungszaun und weiteren Aktionen wollen wir uns alle ermutigen, wieder mehr aufeinander zuzugehen. Wir freuen uns darauf, euch einfach zu treffen, zu reden und die Atmosphäre in der Stadt zu genießen.
1. Dialogstammtisch: Vom Ringspaziergang zur Stadtratssitzung – wie kann konstruktive, bürgernahe (Stadt-)politik aussehen?
Wann: Mittwoch, 02. Juni 2021, 20 Uhr
Wo: online über Zoom https://zoom.us/j/94689423452
In den letzten Monaten haben viele Menschen ihren Unmut auf verschiedenste Weise ausgedrückt. Wer geht mit welchem Anliegen auf die Straße? Und wie können wir über die diffuse Artikulation von Protest, Unbehagen und Wut hinaus, Probleme lösungsorientiert ansprechen? Was braucht es, damit wir an den richtigen Orten gehört werden und mitreden können? Was muss sich verändern, damit wir uns von der Politik ernst- und mitgenommen fühlen? Das ist eines von vielen Themen, die uns in der AG Dialog bewegen. Beim Organisieren von Veranstaltungen fehlt uns meist die Zeit, unsere Inhalte selber intensiv zu diskutieren. Aus diesem Grund starten wir ein neues Format: In einem monatlichen DIALOGSTAMMTISCH wollen wir in lockerer Atmosphäre ins Gespräch kommen – jenseits von großen Veranstaltungen und zunächst ohne eingeladene Expert*innen. Wir wünschen uns, dass sich Menschen mit verschiedenen Meinungen eingeladen fühlen und wir kontrovers, aber respektvoll miteinander diskutieren können. Wir hoffen, dass wir uns bald in einem Biergarten oder einer Kneipe treffen können. Bis dahin laden wir online ein. Wir freuen auf alle, die teilnehmen und damit zu einem friedvollen Miteinander in unserer schönen Stadt und ihrem wundervollen Umland beitragen.
Rückblick online-Dialog: Im Leerlauf? Perspektiven für Kinder und Jugendliche trotz Corona!
Was macht Corona mit Kindern und Jugendlichen und wie können wir sie in dieser Zeit bestmöglich unterstützen? Zu diesem Thema hatte die AG Dialog Zittau den Neurologen Prof. Dr. Gerald Hüther und die bildungs- bzw. jugendpolitischen Sprecher*innen verschiedener Landtagsfraktionen am 15.4. in eine digitale Fishbowl-Runde eingeladen. Mit dabei waren Holger Gasse (CDU), Sabine Friedel (SPD) und Kathleen Kuhfuß (Bündnis 90/Grüne).
„Können wir die Krise nutzen, um unser Schulsystem neu zu denken und neue Ideen auch endlich umzusetzen?“ Diese Frage zog sich durch viele Diskussionsbeiträge. „Ja unbedingt!“ Prof. Hüther machte deutlich, dass dies seine zentrale Botschaft sei. Frau Kuhfuß wies darauf hin, dass man auch schon vor vielen Jahren über Veränderungen nachgedacht hat und dass es sie ratlos macht, wie wenig sich bisher verändert hat. Frau Friedel erklärte, dass sie im Zuge der Corona-Pandemie nun endlich Bewegung in der Bildungspolitik wahrnimmt. So würde inzwischen auch hier über selbstorganisiertes Lernen in der Schule nachgedacht.
Dass die Situation der Kinder und Jugendlichen viele Menschen beschäftigt, zeigte sich daran, dass über 100 Teilnehmende, darunter Eltern, Lehrer*innen, pädagogische Fachkräfte und einige – wenn auch noch sehr wenige – Jugendliche, der Diskussion gefolgt sind und sich rege beteiligt haben.
Bereits zu Beginn der Diskussion wurden von den Teilnehmenden die Ängste von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie thematisiert. Herr Hüther argumentierte, dass die Ängste der Kinder, v.a. die Ängste der Erwachsenen sind. Er deutete zudem einige Reaktionen auf die Angst an, die auch in der Pandemie sichtbar werden: leugnen und verdrängen, überwachen und kontrollieren und nach Schuldigen suchen.
Auf die Frage, was Eltern tun können, um ihre Kinder zu unterstützen, antwortete Herr Hüther, dass es wichtig sei, sich Zeit zu nehmen und in der gemeinsamen Zeit Dinge zu tun, die den Kindern Spaß machen: toben, kuscheln, tanzen, kreativ sein und raus gehen, z.B. in den Wald und zwar ohne Spielzeug, denn zum Spielen finden Kinder in der Natur genug. Wenn die Kinder auf diese Weise aufgetankt haben, können Sie es auch einige Stunden mit Maske und anderen Beschränkungen aushalten. Er ergänzte, dass Kinder derzeit ihre wichtigsten Bedürfnisse unterdrücken müssen und dadurch ein Umbau der Strukturen im Gehirn stattfindet. Dies führe dazu dass die Kinder die unterdrückten Bedürfnisse irgendwann nicht mehr haben. Wenn z.B. ein Kind seine Großeltern nicht mehr umarmen darf, wird es diese irgendwann gar nicht mehr umarmen wollen. Schon für Erwachsene sind die Einschränkungen belastend. Bei diesen macht die Krise jedoch nur einen Bruchteil eines langen Lebens aus. Für Kinder nimmt die Pandemiesituation aber einen beachtlichen Teil ihres bisherigen Lebens ein und sie können sich auch schwer vorstellen, dass sich alles wieder verändern wird. Ihnen diese Zuversicht zu vermitteln, sei in der gegenwärtigen Lage wichtig.
Herr Gasse merkte an, dass das Land Sachsen die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen und das Recht auf Bildung sehr ernst nimmt und im Gegensatz zu anderen Bundesländern die Schulen unabhängig von den Inzidenzzahlen mit den entsprechenden Maßnahmen offen halten will. Es könne jedoch sein, dass dies durch eine bundesweite Notbremse verhindert wird – je nachdem wie die Entscheidung auf Bundesebene ausfällt.
Von einer Schülerin kam die Anmerkung, dass sie sich freut, weiter in die Schule gehen zu können. Sie kritisierte jedoch, dass spannende und berufsvorbereitende Impulse, wie z.B. das Schulpraktikum, nicht stattfinden dürfen. Ein anderer Jugendlicher wies darauf hin, dass gerade in einer Krisensituation wie dieser die Kontakte der Jugendlichen untereinander besonders wichtig sind. Da sich Jugendliche in der jetzigen Situation von Erwachsenen nicht verstanden fühlen, brauchen sie den Austausch untereinander.
Konkret wurde darüber nachgedacht, dass es wichtig sei, mehr Aktivitäten für Jugendliche im Außenbereich möglich zu machen. Hier wurde seitens der lokalen Fachkräfte von Beispielen berichtet, wo gerade jetzt Außengelände aus Kostengründen geschlossen würden. Geäußert wurde auch die Befürchtung, dass Einsparungen in den folgenden Jahren gerade die freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe und -bildung betreffen könnten.
Die vielen Wortmeldungen zeigten, dass das Thema längst nicht ausdiskutiert ist und machten auf die Dringlichkeit von Veränderungen in den Schulen aufmerksam. Und sie zeigten, die Bereitschaft daran mitwirken zu wollen.
Die Veranstaltung war die Folgeveranstaltung eines Online-Dialogs vom 10.3., in dem Jugendliche, Eltern Lehrer*innen und Fachkräfte aus Zittau diskutiert haben. Einen Rückblick und die Dokumentation dieser Veranstaltung finden Sie hier.
Weiterführende Links:
15.04.2021, 19.00 Uhr: Im Leerlauf? Perspektiven für Kinder und Jugendliche trotz Corona! | online-Dialog
Online-Dialog mit:
Prof. Dr. Gerald Hüther (Hirnforscher und Autor)
Holger Gasse, MdL, bildungspolitischer Sprecher der CDU
Sabine Friedel, MdL, bildungspolitische Sprecherin der SPD
Kathleen Kuhfuß, MdL, jugendpolitische Sprecherin Bündnis 90/Grüne
Welche Auswirkungen haben die Corona-Maßnahmen auf die Psyche und Entwicklung junger Menschen und was können WIR als Gesellschaft tun, um Kinder und Jugendliche in dieser Zeit bestmöglich zu unterstützen? Diese Frage möchten wir in unserer zweiten Veranstaltung zu diesem Thema mit fachlicher Expertise beleuchten.
Als besonderen Gast begrüßen wir den Hirnforscher und Autor Prof. Dr. Gerald Hüther. Kinder und Jugendliche stehen häufig im Fokus seiner vielbeachteten wissenschaftlichen Betrachtungen und Publikationen. Da die Rolle der Schulen und deren Krisenmanagement im Lockdown in unserer letzten Veranstaltung vom 10.3. eine zentrale Rolle spielten und zahlreiche Fragen aufwarfen, freuen wir uns, dass auch Bildungspolitiker*innen verschiedener Landtagsfraktionen mit uns diskutieren.
Ausgehend von den offen gebliebenen Fragen unserer letzten Veranstaltung möchten wir in offener Runde mit Schüler*innen, Eltern, Lehrer*innen, Schulleiter*innen, Pädagog*innen und allen Interessierten ins Gespräch kommen.
Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion und laden alle herzlich ein, sich zu beteiligen: Fragen zu stellen, Erfahrungen zu teilen und eigene Expertise einzubringen!
Wann: 15.4.2021, 19.00 Uhr
Wo: online unter https://aktion-zivilcourage-de.zoom.us/j/82304450442
Weitere Informationen: https://www.facebook.com/events/4099548080109275
Einen Rückblick und die Dokumentation unserer ersten Veranstaltung vom 10.3. finden Sie hier.
Die Veranstaltung wird im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“ vom BMFSFJ, dem Landespräventionsrat Sachsen und der Stadt Zittau gefördert.
Rückblick: Im Leerlauf – Kinder und Jugendliche im Corona-Alltag | online-Dialog
Am 10. März 2021 lud die AG Dialog Zittau zur Diskussion über die Situation von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie ein. Dabei ging es um einen Austausch von Erfahrungen, mit denen Kinder und Jugendliche, ihre Familien und Lehrkräfte durch Homeschooling und Kontaktbeschränkungen konfrontiert sind. Danke, dass sowohl Schüler*innen, Eltern, Lehrer*innen und weitere Fachkräfte der Einladung gefolgt sind und sich an den Diskussionen beteiligt haben. In drei Kleingruppen haben die ca. 30 Teilnehmenden die folgenden Themen diskutiert.
- Kommunikation zwischen Familie und Schule – Was können wir voneinander erwarten?
- Die Wirkung des Lockdowns auf Kinder und Jugendliche
- Stresstest Corona – Unser staatliches Bildungssystem im Blickpunkt
Die Diskussionen verdeutlichten, dass alle Kinder und Jugendlichen stark unter den Kontaktbeschränkungen leiden. Es gibt große Unterschiede, wie sie mit dem Lernen zu Hause zurecht kommen. Entscheidend hierfür ist, wie sie sich selbst organisieren können und welche Unterstützung sie dabei erfahren. Die Gespräche zeigten außerdem das sehr unterschiedliche Krisenmanagement von Schulen und Lehrer*innen auf. Die Teilnehmenden erkannten ein großes Problem darin, dass der Umgang mit der Krise stark vom Engagement der einzelnen Lehrer*innen bzw. Schulleitungen abhängig ist. Eingefordert wurden verbindliche Regeln, z.B. für die Häufigkeit von Kontakten zwischen Lehrkräften und Schüler*innen, Online-Unterricht etc. Als unbedingt notwendig erachteten sie eine intensive Auswertung des Lehrbetriebs während der Corona-Pandemie. Sie regten an, Querverbindungen zwischen verschiedenen Schulen zu schaffen, um einen schulübergreifenden Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Denn die verschiedenen Schulen können gegenseitig aus ihren guten Erfahrungen lernen. Vor allem aber sollten die Schulen, aber auch die Politik Kinder und Jugendliche selbst in die Entscheidungen einbeziehen, die sie betreffen, denn sie wissen selbst meist sehr gut, wie sie am besten lernen, wann und wo.
Die Dokumentation der Kleingruppendiskussionen finden Sie hier. Weitere Meinungen und Erfahrungen zum Thema, die im Vorfeld der Veranstaltung gesammelt wurden, finden Sie unter https://padlet.com/AG_Dialog/leerlauf.
10.03.2021, 19.00 Uhr: Im Leerlauf – Kinder und Jugendliche im Corona-Alltag | online-Dialog
„Im Leerlauf – Kinder und Jugendliche im Corona-Alltag“
Einladungsvideo zur Veranstaltung
Die Coronapandemie hat vieles verändert – unseren Alltag, die Wege unserer Kommunikation, wie wir leben und lernen. Homeschooling und Kontaktbeschränkungen stellen Kinder und Jugendliche und ihre Familien, aber auch Lehrer*innen vor völlig neue Herausforderungen. Es ist eine noch nie da gewesene Situation, die jeden einzelnen auf ganz unterschiedliche Art und Weise belastet.
Genau darüber lasst uns reden! Liebe Jugendliche, sagt uns, was euch gerade beschäftigt und wie eure Situation im Moment aussieht. Habt ihr Ideen, was sich verändern müsste, damit ihr besser mit den Einschränkungen klarkommt? Liebe Lehrerinnen und Lehrer, liebe Eltern! Wie geht es Ihnen mit Blick auf ihre Schüler*innen und Kinder? Haben Sie einen Umgang mit der Krise gefunden? Welche Punkte machen Ihnen Sorgen? Und haben Sie Ideen, wie wir besser mit der Situation zurecht kommen könnten? Was müsste sich verändern? Und wer könnte welchen Beitrag dazu leisten?
Lassen Sie uns miteinander ins Gespräch kommen! Aufgrund der Vielschichtigkeit des Themas wird es unterschiedliche Themenräume geben, in denen sich kleinere Gruppen zielgerichtet und intensiv austauschen können. Die Themen der Kleingruppen sind:
- Schule zu Hause – Was geht und was geht gar nicht?
- Freunde treffen – Fehlanzeige: Dein Leben im Lockdown
- Familie unter sich – Chancen und Risiken
- Kommunikation zwischen Familie und Schule – Was können wir voneinander erwarten?
- Stresstest Corona – Unser staatliches Bildungssystem im Blickpunkt
- Die Wirkung des Lockdowns auf Kinder und Jugendliche
Wann: am 10. März 2021, 19.00 – 21.00 Uhr
Wo: digital, unter folgendem Link: https://zoom.us/j/92422352133 (Meeting-ID: 924 2235 2133)
Die Veranstaltung ist auf 100 Teilnehmende begrenzt. Wir empfehlen, sich rechtzeitig einzuloggen, um dabei zu sein!
Beteiligung im Vorfeld der Veranstaltung:
Liebe Jugendliche, schreibt uns unter https://padlet.com/AG_Dialog/leerlauf in 1-2 Sätzen ein kurzes Statement, wie ihr den Lockdown erlebt. Auch Anregungen, was ihr gern diskutieren möchtet, könnt ihr dort vermerken. Den Eintrag vornehmen könnt ihr anonym. Wir bitten euch lediglich, euer Alter hinzuzufügen.
Liebe Eltern, Lehrer*innen und weitere Interessierte: Schreiben auch Sie uns unter https://padlet.com/AG_Dialog/leerlauf, wie Sie die Situation erleben und was Ihnen wichtig ist zu diskutieren. Bitte geben Sie an, ob Sie als Lehrer*in, Elternteil oder in anderer Funktion schreiben.
Die Veranstaltung wird von der AG Dialog Zittau organisiert. Weitere Informationen über die AG finden Sie hier.
Expert*innen antworten auf Chatfragen des Dezemberdialogs
In unseren Online-Dialog „Corona in Zittau und der Oberlausitz – Hinter den Kulissen der Pandemie“ am 15.12.2021 konnten die Teilnehmenden mit Menschen ins Gespräch kommen, die täglich auf die eine oder andere Weise mit der Pandemie und ihren Folgen zu tun haben. Als Gesprächpartner waren lokale Vertreter*innen aus dem Gesundheitswesen, der Verwaltung, der Wirtschaft und der Nachbarregion in Tschechien eingeladen.
Über den Chat der Veranstaltung haben uns während der Dialogrunde zahlreiche Fragen erreicht, die wir unseren Gesprächspartnern aus Zeitgründen leider nicht alle stellen konnten. Wir haben uns allerdings um die nachträgliche Beantwortung dieser Fragen durch Expert*innen bemüht und stellen Ihnen die Antworten hier zur Verfügung.
Große Resonanz bei online-Dialog „Corona in Zittau und der Oberlausitz – Hinter den Kulissen der Pandemie“
Die Veranstaltung „Corona in Zittau und der Oberlausitz – Hinter den Kulissen der Pandemie“ ist gestern Abend auf große Resonanz gestoßen. Wir bedanken uns bei unseren Gesprächspartnern, Dr. Mengel, dem Ärztlichen Direktor des Klinikums Oberlausitzer Bergland, Dr. Hanzl, Allgemeinmediziner aus Oderwitz und Sprecher der Hausärzte im Bereich Löbau-Zittau, Thomas Zenker, Oberbürgermeister der Stadt Zittau, Stephan Eichner, Citymanager der Stadt Zittau und Petr Kumpfe, Journalist aus der Region Liberec, für ihre Bereitschaft ihre Innenperspektiven mit uns zu teilen und die große Offenheit, mit der sie gesprochen haben. Die Information, dass Ärzt*innen im Zittauer Klinikum bereits mehrfach entscheiden mussten, wer Sauerstoff bekommt und wer nicht, ist eine sehr traurige Nachricht, die sich gerade deutschlandweit verbreitet. Aber auch die anderen Einblicke aus der Veranstaltung sollten in der Debatte nicht vergessen werden: Die Situation der Gewerbetreibenden, in einer Stadt, in der jede Geschäftsschließung ein Schlag für die Attraktivität der Innenstadt ist, die Lage in Tschechien, wo nur kurz nach dem Ende des Lockdowns bereits wieder runter gefahren wird; die unwahrscheinliche Komplexität der Entscheidungen, die Krankenhäuser und Verwaltungen treffen müssen, aber auch die Auswirkungen der Pandemie auf den städtischen Haushalt.
Wir haben in der AG wirklich sehr lange überlegt, welche Form der Veranstaltung in der gegenwärtigen Lage sinnvoll ist und wen wir als Gesprächspartner*innen anfragen. Unsere Gesprächspartner haben wir nicht danach ausgesucht, welche Meinung sie zu den Coronamaßnahmen haben, sondern nach den Bereichen, in denen sie arbeiten – nämlich in von der Pandemie bzw. den Maßnahmen besonders betroffenen Bereichen, zu denen wir selber viele Fragen hatten. Die Kontroverse, die in der Stadtgesellschaft über Coronamaßnahmen geführt wird, war vielleicht aus diesem Grund nur ansatzweise im Raum.
Wir schreiben dies, weil die AG DIALOG sich gegründet hat, um der Spaltung der Stadtgesellschaft entgegen zu wirken und miteinander, statt übereinander zu reden. Es geht darum, Orte zu schaffen, wo wir einander zuhören, miteinander streiten und unsere Argumente und Perspektiven austauschen können. Daran wollen wir weiter arbeiten.
Wir hatten uns bewusst für einen offenen Zugang zur Veranstaltung entschieden, hatten aber nicht mit so vielen Teilnehmenden gerechnet. Mit 100 Teilnehmenden war unser Zoom-Raum leider voll – alle, die gern noch an der Veranstaltung teilgenommen hätten, bitten wir um Nachsicht.
15.12.2020, 19.00 Uhr, online | Dezemberdialog: Corona in Zittau und der Oberlausitz – Hinter den Kulissen der Pandemie
Zittau und die Oberlausitz sind seit Wochen unter den Top Ten der Coronahotspots.
Die Situation wirft viele Fragen auf und verunsichert die Menschen. Die Mauern verhärteter Wissenswelten zeigen sich zudem auch in der 2. Welle mit geballter Kraft. Nur selten kommen wirklich jene zu Wort, die sich unmittelbar an den Brennpunkten der Pandemie befinden. Das zumindest war unser Eindruck in der AG DIALOG, der uns zur Organisation dieser Veranstaltung motivierte.
In einer Dialogrunde wollen wir deshalb mit Menschen ins Gespräch kommen, die täglich auf die eine oder andere Weise mit der Pandemie und ihren Folgen zu tun haben. Wir werden uns dem Thema aus verschiedenen Richtungen nähern und lokalen Vertreter*innen aus dem Gesundheitswesen, der Verwaltung und der Wirtschaft Gelegenheit geben ihre Perspektive darzustellen und uns im Vergleich die Lage bei unseren Tschechischen Nachbarn ansehen.
Unsere Gäste sind:
Dr. Mathias Mengel (Ärztlicher Direktor Klinikum Oberlausitzer Bergland gGmbH)
Dr. Gottfried Hanzl (Allgemeinmediziner Oderwitz)
Stephan Eichner (Citymanager Stadt Zittau)
Petr Kumpfe (Journalist)
Thomas Zenker (Oberbürgermeister der Stadt Zittau)
N.N. (Gesundheitsamt Landkreis Görlitz)
Das Online-Podium ist eine Folgeveranstaltung des Corona-Dialogs, bei dem am 1. Juli unter der Überschrift „Was macht Corona mit uns? Lasst uns reden!“ ca. 100 Menschen im Volkshaus Zittau zusammenkamen. Wie damals ist es unser Anliegen, eine Diskussion zu ermöglichen, die kontrovers aber fair geführt wird. In dieser sonderbaren Vorweihnachtszeit laden Sie herzlich ein, Ihre Fragen mitzubringen, mitzudiskutieren oder einfach nur zuzuhören.
Die Gesprächsrunde findet über die Plattform Zoom statt. Der Einwahllink ist:
https://us02web.zoom.us/j/81509667025
Meeting-ID: 815 0966 7025
Die Veranstaltung wird von der AG DIALOG der Partnerschaft für Demokratie der Stadt Zittau organisiert und im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ aus Mitteln des BMFSFJ und des Landespräventionsrats Sachsen gefördert.






















