Große Resonanz bei online-Dialog „Corona in Zittau und der Oberlausitz – Hinter den Kulissen der Pandemie“

Die Veranstaltung „Corona in Zittau und der Oberlausitz – Hinter den Kulissen der Pandemie“ ist gestern Abend auf große Resonanz gestoßen. Wir bedanken uns bei unseren Gesprächspartnern, Dr. Mengel, dem Ärztlichen Direktor des Klinikums Oberlausitzer Bergland, Dr. Hanzl, Allgemeinmediziner aus Oderwitz und Sprecher der Hausärzte im Bereich Löbau-Zittau, Thomas Zenker, Oberbürgermeister der Stadt Zittau, Stephan Eichner, Citymanager der Stadt Zittau und Petr Kumpfe, Journalist aus der Region Liberec, für ihre Bereitschaft ihre Innenperspektiven mit uns zu teilen und die große Offenheit, mit der sie gesprochen haben. Die Information, dass Ärzt*innen im Zittauer Klinikum bereits mehrfach entscheiden mussten, wer Sauerstoff bekommt und wer nicht, ist eine sehr traurige Nachricht, die sich gerade deutschlandweit verbreitet. Aber auch die anderen Einblicke aus der Veranstaltung sollten in der Debatte nicht vergessen werden: Die Situation der Gewerbetreibenden, in einer Stadt, in der jede Geschäftsschließung ein Schlag für die Attraktivität der Innenstadt ist, die Lage  in Tschechien, wo nur kurz nach dem Ende des Lockdowns bereits wieder runter gefahren wird; die unwahrscheinliche Komplexität der Entscheidungen, die Krankenhäuser und Verwaltungen treffen müssen, aber auch die Auswirkungen der Pandemie auf den städtischen Haushalt.

Wir haben in der AG wirklich sehr lange überlegt, welche Form der Veranstaltung in der gegenwärtigen Lage sinnvoll ist und wen wir als Gesprächspartner*innen anfragen. Unsere Gesprächspartner haben wir nicht danach ausgesucht, welche Meinung sie zu den Coronamaßnahmen haben, sondern nach den Bereichen, in denen sie arbeiten – nämlich in von der Pandemie bzw. den Maßnahmen besonders betroffenen Bereichen, zu denen wir selber viele Fragen hatten. Die Kontroverse, die in der Stadtgesellschaft über Coronamaßnahmen geführt wird, war vielleicht aus diesem Grund nur ansatzweise im Raum.

Wir schreiben dies, weil die AG DIALOG sich gegründet hat, um der Spaltung der Stadtgesellschaft entgegen zu wirken und miteinander, statt übereinander zu reden. Es geht darum, Orte zu schaffen, wo wir einander zuhören, miteinander streiten und unsere Argumente und Perspektiven austauschen können. Daran wollen wir weiter arbeiten.

Wir hatten uns bewusst für einen offenen Zugang zur Veranstaltung entschieden, hatten aber nicht mit so vielen Teilnehmenden gerechnet. Mit 100 Teilnehmenden war unser Zoom-Raum leider voll – alle, die gern noch an der Veranstaltung teilgenommen hätten, bitten wir um Nachsicht.

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